TT'ler überraschen beim DJK-Bundessportfest

Alle vier Jahre kommen die besten DJK-Vereine Deutschlands zusammen und spielen in sämtlichen Sportarten ihre Sieger aus. Am vergangenen Pfingstwochenende war es in Schwabach mal wieder soweit. Auch die Tischtennis-Abteilung der DJK Seifriedsberg war mit von der Partie. Mit einer 10-köpfigen Delegation versuchten die Allgäuer die besten Spieler des DJK-Verbundes zu ärgern, wenngleich die Titel-Chancen natürlich gering waren. Im Tischtennis gibt es einige hochklassige DJK-Vereine in Deutschland, sodass am Wochenende die Top-Favoriten allesamt Zweit-, Dritt- oder Regionalliga-SpielerInnen waren.

Aber vor allem die Mädels überraschten und bescherten den Seifriedsbergern zwei Gold-Medaillen. Jenny Kreittner triumphierte völlig überraschend im Damen-Doppel, während Nina Mauch zusammen mit ihrem Seifriedsberger Teamkollegen Julian Ruland im Jugend-Mixed-Wettbewerb am Ende ganz oben stand.

Die Seifriedsberger Delegation v.l.: Peter Frey, Laurin Goell, Nina Mauch, Kilian Frei, Tobias Gall, Max Richter, Jenny Kreittner, Michael Kennerknecht und Nico Mauch. (auf dem Bild fehlt: Julian Ruland)


Am ersten Wettkampftag kamen die Jugendlichen der DJK Seifriedsberg zum Einsatz. Obwohl sich die Oberallgäuer mit ihrer Jugendarbeit auch auf Bundesebene nicht zu verstecken brauchen, gibt es deutschlandweit noch ein paar Vereine, die den Seifriedsbergern weit überlegen sind. Allen voran der DJK Sportbund Stuttgart, der nahezu jedes Jahr um die Deutsche Meisterschaft im Jugendbereich mitspielt und den Titel in den vergangenen Jahren auch schon etliche Male geholt hat.

Bei den Jungs hat nur Julian Ruland den Sprung aus der Gruppe ins KO-Feld geschafft, bevor dann auch dort im Achtelfinale Endstation gegen einen Stuttgarter war.

Deutlich besser lief es da bei den Mädels: Nina Mauch erkämpfte sich im Einzel einen zweiten Platz und eröffnete damit den völlig unerwarteten Medaillen-Regen. Während sie im Einzel noch Ronja Löbig von der DJK Blau-Weiß Münster unterlegen war, konnte Nina zusammen mit Julian Ruland im Mixed-Finale Revanche nehmen. Nachdem die beiden im Halbfinale bereits mit 0:2-Sätzen in Rückstand geraten waren, fanden beide immer besser ins Spiel und konnten "das Momentum" aus dem gedrehten Halbfinale mit ins Endspiel "rübernehmen", welches sie schließlich mit 3:1 gewannen. Tobias Gall komplettierte den Medaillensatz der Jugend und holte mit seiner Mixed-Partnerin aus dem Saarland Bronze.

Siegerehrung Jugend-Mixed


Die größte Überraschung des ganzen Wochenendes passierte allerdings erst am Tag darauf. In der Hauptrolle unter anderem, die erst 19-jährige Jenny Kreittner. Während sie im Einzel gegen die hochklassig spielenden Damen noch chancenlos war, schlug ihre Stunde im Doppel. Dort spielte sie mit der erst 15-jährigen Ronja Löbig, die am Vortag noch die Mädchen-Konkurrenz im Einzel gewonnen hatte. Beide waren am Turniertag noch ohne Partnerin und wurden deswegen einander zugelost. Dementsprechend waren die Beiden natürlich auch krasse Außenseiter, da sie weder miteinander eingespielt sind als auch in der Setzliste für den Einzel-Wettbewerb eher am Ende des Feldes zu finden waren.

Doch die beiden harmonierten gut, sehr gut sogar. Nach einem bereits überraschenden Auftakt-Sieg im Viertelfinale, wartete dann jedoch eine schier unlösbare Aufgabe. Im Halbfinale trafen die beiden auf das topgesetzte Dou aus Offenburg/Landshut, welches aus einer Zweit- und Drittliga-Spielerin bestand. Wir hatten also im wahrsten Sinne des Wortes, das Duell "Kreisliga gegen Bundesliga". Dadurch hatten die beiden jedoch keinen Druck und spielten befreit auf. Was dann allerdings folgte, grenzt an ein Wunder. Das Duo Seifriedsberg/Münster wies die beiden Top-Favoritinnen mit 3:2-Sätzen in die Schranken.

Auch im Finale waren die beiden nicht zu stoppen und besiegten dort auch noch ein erfahrenes Oberliga-Doppel von der DJK Blau-Weiß-Münster glatt mit 3:0.

Siegerehrung Damen-Doppel


Die Seifriedsberger Herren konnten bei diesen Leistungen nicht mithalten. Die Konkurrenz war an diesem Wochenende einfach zu stark. Lediglich Kilian Frei und Laurin Goell schafften den Einzug ins KO-Feld, mussten dort jedoch auch direkt im Achtelfinale die "Segel streichen".

Der Sieg bei den Herren ging an einen Drittliga-Spieler von der DJK SB Stuttgart.

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